Dienstag, 12. Februar 2008

Strahlemann oder Das Imperium schlägt irgendwann zurück


Die Zeiten, wo Wunderläufer sich durchs lichtlose Dunkel des Waldes zu früher Morgenstunde durch den Wald tasten musste, sind seit der epidemischen Verbreitung weißstrahlender LEDs zu Ende. Präzise kann der Fuß im scharf ausgeleuchteten Lichtkegel der Kopfleuchte direkt neben dem Schlagloch aufsetzen. Auch andere Morgenläufer sieht man mit ihren Leuchtpunkten am Kopf.

Vermutlich sind Eulen und Käuze angesichts dieser Technisierung des letzen verbliebenen Rückzugsgebiet inzwischen nachhaltig irritiert, denn ihre Warnrufe begleiten die laufenden Leuchttürme auf jedem Schritt. Eines Tages schlagen sie zurück und stürzen sich dann konzertiert auf die laufenden LEDs, dann ist es höchste Zeit, dass ich die Infrarotlinsen anlege und das Licht wieder auszuknipse.

Sonntag, 3. Februar 2008

Müngersdorfer Stadion-Runde

















Mein Elternexil bescherte mir wieder ein großartiges Lauferlebnis. Ich entdeckte den Kölner Grüngürtel mit Stadtpark neu und erjoggte von den Eltern startend durch die Kleingartenanlage Kletterose 1923 e.V. über Geißbockheim, Haus am See das Geläuf bis an den Rand des Müngersdorfer Stadions und zurück, auch aus der Luft eine landschaftlich schöne Runde durchs Stadtgrün.

Montag, 28. Januar 2008

Wieder über 100 km und ein schlapper Akku

Nach dem Wunderlaufjahr war die Rückkehr zum Laufalltag mühevoll. Zwei morgendliche Extraschichten waren notwendig, um das erstrebte Monatspensum von 100 km zu erreichen. Und nicht nur die Waden schwächelten, nein zum großen Ärger macht auch der neue nikeplus-Akku Mucken und zeigt nach etwas mehr als einem Monat Alterserscheinungen. Und auch meinen Standort in der weltweiten Läufergilde kann ich nicht mehr abrufen. Höchste Zeit eigentlich, zur klassischen Laufprotokollierung zurückzukehren, oder?

Dienstag, 22. Januar 2008

Alles Kopfsache

Wenn es doch so einfach wäre...

Der Wunderläufer trotzt den Elementen und einem schweren Verdacht!








Wie ein Peitschenhieb traf mich das morgendliche Verdikt auf der Waage und obgleich die äußeren Bedingungen eher den Weg zurück in die noch lauen Federn wiesen, streifte ich mein Läuferbatmanoutfit über und verschwand spinnengleich ins Dunkel.

Eine Atmosphäre wie in Fuchsbergers letztem Edgar-Wallace-Streifen. Jeden Augenblick konnte der schwarze Abt oder so mit einer Axt hinter einem Gebüsch hervortreten. Am Ende wurde jedoch lediglich ein Teil meiner Pfunde hingemeuchelt.

Am Ziel des frühmorgendlichen Laufs ums Dorf kam ich, noch immer quicklebendig, aber Regen, Wind und Schatten getrotzt habend, an der Haustür an. Dort begegnete ich dann Miss Marple, - dachte ich zumindest, aber es war lediglich unsere Zeitungsbotin.

Schwein gehabt, denn so wie ich aussah, wäre auch ohne Lupe und Spürsinn jeder Verdacht auf mich gefallen.




Montag, 14. Januar 2008

Samstag, 12. Januar 2008

In Deutschlandchallenge auf Platz 20

Mit diesem Lauf habe ich mich als 3. des letzten Wettbewerbs erst einmal auf Platz 20 eingereiht.



Mal sehen, was in dem etwas inaktiveren Halbjahr gegen den Läuferpulk möglich ist.

Dienstag, 8. Januar 2008

Über Laufen, Technik und leere Akkus


Welche Ziele gibt es nach einem grandiosem Laufjahr wie dem letzten? Die Üblichen: 1.200 km im Jahr, ein Halb- und ein Marathon, Gesundheit vor allem und wunderbare Laufstrecken


In diesem Jahr wird es sicher nicht so viel zeitliche Freiräume geben, wie im letzten, als Sie beruflich für zwei Monate freigestellt waren. Wie bringen Sie Laufen im Alltag unter?Im Winter schwierig. Da bleiben nur die Wochenenden plus eine abgerungene Einheit in der Woche bei Dunkelheit. Ansonsten profitiert man als Rheinländer von den jecken Tagen, die zwangsweise arbeitsfrei sind. Im Frühjahr geht es dann ja auch wieder bergauf sowohl mit Temperaturen als auch dem Licht.

Ihre Rhythmen wechseln also? Klar, auch weil ich im Frühjahr mit einem Halbmarathon und im Herbst mit dem Marathon konkrete Ziele verfolge auf die ich trainiere. Aber in erster Linie ist Laufen eine Form der Entspannung.

Welche Rolle spielt die Unterhaltungstechnik? Tja, meht als ich jemals gedacht hätte. Vor 25 Jahren war ja im Grunde genommem Laufen mit Zwischenzeiten Unterhaltung und füllte die Lauftagebücher mit Zahlenkolonnen. Dann kam der Walkman, die Pulsuhren, die Radiomobiltelefone und schließlich der iPod mit Laufaufzeichnungsmodul.

Nike+ genannt! Genau! Damit ist das Laufen im Web 2.0-Zeitalter eigentlich öffentlich geworden. Die Ergebnisse werden vom Gerät ins Netz übertragen und man misst sich mit 100.000enden von Läufern.

Ist das ein Ansporn? Man rennt ja nicht wirklich gegeneinander? Es gibt Läufer, zu denen gehöre ich, die laufen immer alleine, aber natürlich weiß man andererseits schon ganz gern, was andere machen. Keine Sprüche, keinen fremden Schweiß zu ertragen, das hat was. Dafür hinterher eine unbestechliche Zeitverlaufskurve. Die musste ich früher selbst malen.

Belastet diese Technik nicht? Na klar! Immer muss man drauf achten, dass der Akku noch voll genug ist, die Kopfhörer noch funktionieren und die Playliste stimmt. Aber die Freiheit, am Strand unaufgezeichnet loszulaufen, nehme ich mir. Und dann fehlt nichts, die Musik sind dann Vögel, die Brandung oder mein Atem.

Danke für das Gespräch!

Mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift Working Runner, Ausgabe 1/2008, S.3-5

Dienstag, 1. Januar 2008

Montag, 31. Dezember 2007

1.600 km 2007: Das schönste Laufjahr aller Zeiten


Am Marienbild erlief ich den 1.600. Kilometer in diesem Jahr. Herrlich und danke für unfallfreies Joggen.

Samstag, 22. Dezember 2007

Jahresendspurt als rasender Brötchenbote


Bin gespannt, ob ich die 1.600 km in diesem Jahr noch vollmache. Jetzt beginnt die Weihnachtspause, draußen ist es eisig und sonnig, perfekte Bedingungen eigentlich. Und weil ich so früh unterwegs war, lohnte auch noch der Besuch beim örtlichen Bäcker.

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Winterlaufmotivation


Jetzt das Tempo des Laufjahres wenigstens im Maß der Jahreszeit einigermaßen aufrecht zu erhalten, ist schwer. Seit November bin ich nur an Wochenenden gelaufen. Aber gestern fiel mein Blick auf das Werbeplakat der Dreistreifensportschuhschuster und das war dann Motivation genug, zu testen, ob ich bei KM 5 wirklich schon wach sein würde.

Ob diese Extraeinheiten ausreichen, mein Jahrespensum noch auf 1.600 zu schrauben, weiß ich nicht. Aber wenigstens versucht hätte ich es.

Sensor macht schon nach 13 Monaten und über 1.700 km schlapp!






Traurig ist das schon, dass der Sensor schnell schlapp macht und Ersatzsensoren zumindest in Deutschland nicht erhältlich sind. Über ebay gab es wenigstens das Gesamtkit für einen günstigeren Preis.


Der Umstieg ist dann problemlos geglückt. In iTunes taucht der neue Sensor als "Sensor 2" unter der Registerkarte nike+ auf. Diesen zweiten Sensor synchronisiert man mit seinem bisherigen Konto, für das man sich dann mit dem bekannten Namen noch einmal anmelden muss, ehe dann - wie gehabt - der automatische Sync wieder eingerichtet ist.

Leider gehen die erlaufenen KM auf den iPod für Sensor 1 verloren. Man kann sich dann nur noch in iTunes ansehen, wieviel KM man runtergelaufen ist mit dem maroden Teil.

Seit 1.12.2007 kann man sich für € 15 einen Einzelsensor im europäischen Nikeshop kaufen.

So was bei uns im Wald?!


Ein Läuferhäuschen gibt es jetzt in New York, mit der Möglichkeit, sich zu erfrischen und seine Trainingsdaten gleich hochzuladen. So ein paar Standorte gäbe es ja im Wald, aber dann wäre es mit der Ruhe wohl vorbei, also doch nur ein schöner Traum...

So erschlägt man alle Schweinehunde

Samstag, 8. Dezember 2007

Nike+ Schneewitchensarg


Etwas formschöner als die bisherige Aufschnalllösung ist der neue Schneewitchensarg für den Nike+-Sensor. Damit geht es jetzt durch die herbstfeuchte Waldlandschaft.

Freitag, 30. November 2007

Novemberwettbewerb

Mal sehen, wo ich lande...

Sonntag, 4. November 2007

Mein Lieblingswettbewerb: Ziel, wenigstens Platz 3

Seit Sommer kämpfe ich mit. Zwischenzeitlich erster wäre ich jetzt über die Bronzemedaille froh.

Samstag, 3. November 2007

Magie des Herbstlaufes

Im November ist die Laufsaison gelaufen. Spannend bleibt allenfalls die Frage, ob das Jahresziel realistisch zu erreichen ist bzw. festzustellen, was notwendig wäre, um es noch zu schaffen.

In diesem Jahr scheint alles klar. Schon jetzt mit knapp über 1.400 km bin ich deutlich über dem Soll von 1.200 km. So sind die verbleibenen Läufe pure Entspannung bei Musik und feuchter Luft in einem herbstmüden Wald, der die Blätter abwirft und den Boden zuweilen in ein buntscheckigen Teppich verwandelt. Noch ein paar km auf das Konto im gleichmäsigen Trab...